FC Marxheim – Spvgg Hochheim 6:3 (3:3)

Ein nicht alltägliches Match lieferten sich der FC Marxheim und die Spvgg Hochheim in der Kreisoberliga. Allein die Ereignisse der ersten Halbzeit hätten für drei Fußballspiele gereicht.

Zwischenbilanz nach 22 Spielminuten aus Sicht des FCM: 0:3 und ein ziemlich demoralisiert aus der Wäsche guckendes Team! Es lief zu Beginn alles gegen den Tabellenführer. Der Ex-Marxheimer Kunac vollendete recht unbedrängt aus neun Metern zum 0:1 (7.). Nach zwei weiteren Möglichkeiten versenkte Oyar seinen Fernschuss aus 18 Metern in der linken unteren Ecke (0:2, 21.) und nur 42 Sekunden später setzte ein Slapstick-Eigentor von Herale, dessen verunglückter Abwehrversuch Keeper Erfort durch Beine und Hände flutschte, dem Marxheimer Grauen einen Tag nach Halloween die Krone auf (0:3, 22.). Nicht viele hätten in dieser Phase auch nur einen Pfifferling auf den FCM gesetzt, aber schon weitere zehn Minuten später war das Spiel gedreht. Zunächst unterlief auch den Gästen ein skurriles Eigentor, als Jitareanu seinen Torhüter Kirilow unabsichtlich kunstvoll überlupfte (1:3, 23.) und in der 29. Minute verwandelte Senftleben einen unstrittigen Elfmeter nach Foul an Freitag zum 2:3-Anschlusstreffer. Das Momentum hatte nun klar erkennbar den Besitzer gewechselt und der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Idrissou besorgte mit seinem Flachschuss das 3:3 (33.) und nun waren es die Hochheimer, die das Remis in die Halbzeit retteten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Gäste kurzzeitig die Möglichkeit, sich das Match zurückzuholen, aber Kunac drosch den an ihm selbst verursachten Foulelfmeter per Vollspann weit über die Latte (50.). Mit einem Doppelschlag brachte der zur Pause eingewechselte Sprenger seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Zweimal nutzte der 19-jährige perfekte Zuspiele von Freitag und konnte frei vor Kirilow kaltschnäuzig zum 4:3 und 5:3 vollenden (56., 62.). Im nächsten Duell der Beiden wurde Sprenger von Kirilow außerhalb des Strafraums hart von den Beinen geholt, wofür der Hochheimer Schlussmann zwangsläufig die Rote Karte sah (80.). So blieb es kurz vor Schluss Czerner vorbehalten, nach präziser Flanke von Theuring das erste Kopfballtor seiner Karriere zu erzielen (6:3, 87.).

Am Ende war es ein – auch in dieser Höhe – verdienter Sieg des FCM, was nach der Anfangsphase völlig undenkbar erschien. Dies sah auch Marxheims Spielausschuss Tobias Göttner so: „Nach 20 Minuten waren wir im Grunde mausetot, aber die Jungs haben sich nicht zum ersten Mal am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Die Mannschaft hat sich eindrucksvoll zurückgekämpft und dann auch spielerisch überzeugt!“. Nun gilt es, auch innerhalb der Spiele mehr Konstanz zu zeigen und die Tabellenführung bestenfalls bis in die Winterpause zu verteidigen.

Aufstellung des FCM:
Erfort – Herale, Diez, Senftleben, Theuring, Schröter, Mayer, Pompe, Idrissou, Freitag, Friedrich

Eingewechselt: J. Bok, Czerner, Sprenger (alle 46.), Seeger (76.), Bariagaber (87.)

Tore: 0:1 Kunac (7.), 0:2 Oyar (21.), 0:3 Herale (ET, 22), 1:3 Jitareanu (ET, 23.), 2:3 Senftleben (FE., 29.), 3:3 Idirissou (33.), 4:3, 5:3 Sprenger (56., 62.), 6:3 Czerner (87.)

KLB: FCM II – Spvgg Hochheim II 3:1 / Tore: Port, Chighannou, Knoll

KLC: FCM III – FV Neuenhain II 6:2 / Tore: Azbak, Al Zoubi (5)

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