TuRa Niederhöchstadt II – FC Marxheim 1:3 (0:2)

Durch einen hart umkämpften 3:1-Auswärtserfolg bei der TuRa Niederhöchstadt II bleibt der FC
Marxheim Spitzenreiter der Kreisoberliga vor dem punktgleichen SC Eschborn.
Es war ein Spiel mit einigen Höhen und Tiefen im Marxheimer Auftritt. Die ersten 25 Minuten
spielten sich im Mittelfeld ab und lediglich ein Fernschuss der Gastgeber durch Cognetta sorgte für
einen Hauch von Torgefahr (24.). Die erste klare Möglichkeit hatte der FCM, als Friedrich das gute
Zuspiel von Schröter knapp am langen Eck vorbeisetzte (28.). Dann schlug der derzeitige Marxheimer
Torgarant zu. Eine scharfe, hüfthohe Flanke von Schröter aus dem Halbfeld brachte Theuring im
Strafraum mit dem Rücken zum Tor unter Kontrolle, wand sich um seinen Gegenspieler und schoss
den Ball aus der Drehung ins linke Eck (0:1, 32.). Somit hat der Youngster seinen 9. Saisontreffer auf
dem Konto und in sieben (!) Spielen in Folge getroffen, das dürfte – zumindest für einen
Innenverteidiger – mittlerweile rekordverdächtig sein. Die TuRa war über weite Strecken das
bestimmende Team, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und kombinierte sich oft ansehnlich
durch das Mittelfeld. Im letzten Drittel fehlte aber die Durchschlagskraft. Bestes Beispiel war der
Abschluss von Vazquez aus zentraler Schussposition, der das Gehäuse um fünf Meter verfehlte (40.).
Dies nutzte der FCM gnadenlos aus. Schröter setzte Sprenger auf der linken Außenbahn ein, der zog
parallel zur Strafraumgrenze in die Mitte und ließ Schaaf bei seinem Rechtsschuss keine
Abwehrmöglichkeit (0:2., 44.). „Aus wenig viel gemacht“ lautete also die treffende Marxheimer
Überschrift der ersten Halbzeit.
Die Gäste kamen hochkonzentriert aus der Kabine. Innerhalb von 80 Sekunden brachte Bok drei
brandgefährliche Eckstöße an den Fünfmeterraum und die TuRa war von Fortuna geküsst, dass
keiner im Tor landete. Die Kopfbälle von Schröter und Theuring wurden jeweils von der Linie gekratzt
und Sprenger setzte seinen Kopfstoß nur Zentimeter neben das Tor (51./52.). Wie von Geisterhand
verlor der FCM seinen Elan und in den nächsten 20 Minuten spielten nur noch die Gastgeber. Den
Kopfball von Baffour lenkte Erfort reaktionsschnell über die Latte (55.) und Noell kam aus fünf
Metern völlig frei zum Kopfstoß, verzog jedoch um einige Meter (57.). Kurz darauf war der nun
verdiente Anschlusstreffer fällig. Der pfeilschnelle Baffour setzte sich auf der rechten Halbspur durch
und traf mit einem fulminanten Schuss hoch ins rechte Eck (1:2, 60.). Die Niederhöchstädter
drückten nun aufs Tempo und der FCM brachte kaum Entlastung auf den Kunstrasen. Der eigene
Ballbesitz war meist nach wenigen Sekunden wieder hergegeben. Allerdings waren die Gastgeber
nicht in der Lage, klare Tormöglichkeiten zu kreieren. Erst in den letzten 15 Minuten bekamen die
Marxheimer wieder ein wenig Zugriff auf das Spiel und konnten vor allem durch Friedrich und
Sprenger gegen eine müder werdende TuRa gefährliche Konter setzen, die aber bis in die
Nachspielzeit ohne Erfolg blieben. Dann war es Sprenger, der den Marxheimer Anhang nach Vorlage
von Theuring mit dem 1:3 erlöste (90.+1).
„Wir müssen uns jeden Dreier hart erkämpfen, auch heute ging uns vieles nicht leicht von der Hand.
Aber so unglücklich wir in der vergangenen Woche gegen Hornau in einem 50/50-Spiel verloren
haben, ist uns heute ein Sieg gelungen, auch wenn das Match nach dem Anschlusstreffer durchaus
hätte kippen können“, zeichnet FCM-Trainer Alihajdari ein realistisches Bild der Lage.

Aufstellung des FCM:
Erfort – Freitag, Theuring, Senftleben, Seeger, Schröter, Mayer, Fichtner, J. Bok, Sprenger, Friedrich
Eingewechselt: Bariagaber, Tadic (beide 67.), Furchheim (85.), Diez (90.)
Tore: 0:1 Theuring (32.), 0:2 Sprenger (44.), 1:2 Baffour (60.), 1:3 Sprenger (90.+1)

KLB: 1. FC Sulzbach – FCM II 0:1 / Tor: Reischenbacher
KLC: SV Flörsheim II – FCM III 3:3 / Tore: Al Zoubi, Schwarz (FE), Eigentor

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