FC Marxheim – Alemannia Nied 3:0 (2:0)
Zum Kreispokal-Viertelfinale reiste Gruppenligist Alemannia Nied zum Sportpark Heide. Der FC Marxheim behielt nach 90 starken Minuten mit 3:0 verdient die Oberhand.
Beide Teams kommen aufgrund der winterlichen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen aus einer „unrunden“ Rückrunden-Vorbereitung und mussten erst einmal sehen, wo sie zum Pflichtspielauftakt stehen. Die erste Viertelstunde ist am besten als „intensives Abtasten“ beschrieben, aber dann kam der FCM auf Touren. Freitag spielte Czerner auf der halbrechten Position frei und der feuerte den Ball per Vollspann Gästekeeper Nastos zum 1:0 durch die Beine (15.). Friedrich musste aufgrund einer Muskelverletzung den Platz früh verlassen und der eingewechselte Aliaj lieferte prompt einen präzisen Steckpass, den erneut Czerner frei vor Nastos verwertete (2:0, 22.). Den ersten gefährlichen Abschluss der Gäste konnte Cicek in der 29. Minute auf das Marxheimer Tor bringen, aber Oehl parierte den scharfen Schuss mit einer reaktionsschnellen Fußabwehr. Kurz darauf zauberte der FCM mit präzisem Direktspiel einen – eigentlich – perfekten Angriff auf den Kunstrasen, an dessen Ende Freitag den Ball uneigennützig auf Mayer querlegte. Der traf den Ball sieben Meter vor dem Tor nicht sauber und so hoppelte er lediglich an den linken Pfosten (34.)
Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte Mayer gleich weiter mit seinem „Aluminium-Test“. Eine Flanke von Idrissou setzte er mit technisch anspruchsvoller Direktabnahme ans Lattenkreuz (48.). Die klassenhöheren Nieder schalteten nun einen Gang hoch und hatten zwei gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Zunächst scheiterte Rodriguez-Arenella am gut aufgelegten Oehl (57.) und kurz darauf verzog er seinen Schrägschuss knapp am linken Pfosten vorbei (59.). Der FCM blieb jedoch zu jeder Sekunde im Spiel und produzierte in der 68. Minute die nächste spektakuläre Szene. Bei der Dreifach-Chance hätten zunächst Bok und Czerner den Ball aus kurzer Entfernung schon im Gehäuse unterbringen können, aber so blieb es Freitag vorbehalten, den abprallenden Ball aus spitzem Winkel zum 3:0 zu vollenden. Die Alemannia wollte das Match noch einmal „scharfstellen“, zeigte jedoch nicht genügend Durchschlagskraft und prallte zudem an einem defensivstarken FCM ab. So hatten weiterhin die Gastgeber die besseren Möglichkeiten. Knolls 20-Meter-Weitschuss zischte nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (81.) und Czerner vervollständigte nach Freitags Flanke bei seinem Pfostenschuss den Marxheimer „Alu-Hattrick“ (86.). In der Schlussminute konnte sich Oehl nochmals auszeichnen, als er sich Mensah-Bonsu entschlossen entgegenwarf und so sein verdientes „Zu-Null-Spiel“ rettete.
„Es ist unmöglich, heute einzelne Spieler aus dem Kollektiv heraus zu heben. Das war ein Top-Auftritt aller 16 eingesetzten Spieler.“, fasst FCM-Spielausschuss Tobias Göttner den verdienten Sieg zusammen. Insbesondere die intensive Arbeit gegen den Ball, die schon in der gegnerischen Hälfte begann, war der Schlüssel zum Erfolg. Im Halbfinale treffen die Marxheimer nun aller Voraussicht nach auf den Hessenligisten FC Eddersheim, sofern der haushohe Favorit seine Viertelfinalhürde beim Kreisoberligisten SV 07 Kriftel erfolgreich bewältigt.
Aufstellung des FCM:
Oehl – Herale, Diez, Senftleben, Czerner, Tadic, Mayer, Freitag, Idrissou, J. Bok, Friedrich
Eingewechselt: Aliaj (16.), Bariagaber (73.), Knoll, Schröter (beide 78.), Theuring (81.)
Tore: 1:0, 2:0 Czerner (15., 22.), 3:0 Freitag (69.)
