FC Marxheim – SG Hoechst 3:2 (1:0)
Ein intensives und über weite Strecken hochklassiges Spiel lieferten sich der FC Marxheim und die SG Hoechst und bewiesen, dass sie zurecht in der Spitzengruppe der Kreisoberliga stehen.
Eine erste frühe Chance hatten die Gäste, aber Dzijan setzte seinen Schuss aus sechs Metern unter Bedrängnis knapp über die Querlatte (2.). Czerner und Freitag inszenierten einen Tempoangriff über Marxheims linke Seite, aber Friedrichs Abschluss in zentraler Position konnte in letzter Sekunde geblockt werden (10.). Dann neutralisierten sich die Teams weitgehend und Torchancen blieben Mangelware. Das lag jedoch nicht an fehlendem Engagement der Offensivreihen, vielmehr war es einer konsequenten Abwehrarbeit beider Mannschaften zuzuschreiben, die ihre Strafräume hochkonzentriert sauber hielten. So benötigte es ein unglückliches Eigentor zur Marxheimer Führung. Freitag zog nach einem Ballgewinn auf der linken Seite eine scharfe, flache Flanke vor das Gästetor. Miletic wollte vor dem einschussbereiten Friedrich klären, lenkte dabei den Ball jedoch in den eigenen Kasten (1:0, 36.).
Der zweite Abschnitt begann mit zwei Elfmetern für den FCM. Zunächst wurde Freitag gelegt, aber Diez scheiterte mit dem Strafstoß an Gäste-Schlussmann Kara (49.). Kurz darauf wurde Sprenger bei seinem Sprint in den Strafraum von den Beinen geholt. Diesmal nahm sich Senftleben das Leder und versenkte vom Punkt zum 2:0 (57.). An eine Vorentscheidung war allerdings nicht zu denken. Die SG forcierte ihre Bemühungen und die Gastgeber mussten einige heikle Strafraumszenen überstehen. Dann entschied Schiedsrichter Kivanc nach einer unübersichtlichen Situation auch auf der Gegenseite auf Elfmeter und Kapitän Antinac ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen (2:1, 72.). Der Hoechster Druck nahm weiter zu und nur drei Minuten später rappelte es erneut im FCM-Gehäuse. Wieder war es Antinac, der im Nachschuss vollenden konnte (2:2, 75.). Nun sah es so aus, als könnte die SG das Match komplett drehen. Einen platzierten Kopfball von Miletic aus vier Metern lenkte Oehl per Reflex über die Latte (78.). In den letzten zehn Minuten stabilisierte sich der FCM und konnte sich aus der Umklammerung befreien. Beide Mannschaften wollten einerseits den Dreier, andererseits bestand angesichts der Stärke des Gegners immer die Gefahr, in einen Konter zu laufen. So schien es sich bei einem Remis einzupendeln, aber ein Marxheimer Akteur hatte noch eine Serie zu retten. Innenverteidiger Theuring, diesmal auf der rechten Außenbahn eingesetzt, traf in den vergangenen zehn Spielen mindestens einmal – und warum sollte es diesmal anders sein? Die letzte Minute der Nachspielzeit war angebrochen und Senftleben schleuderte einen letzten weiten Einwurf an den Fünfmeterraum. Im Gewühl schraubte sich Theuring hoch und bugsierte den Ball aus kurzer Entfernung zum frenetisch umjubelten Siegtreffer per Kopf ins linke Eck (3:2, 90.+3).
„Ehrlich gesagt, hatte dieses Spiel keinen Verlierer verdient.“, zeigte Marxheims Trainer Alihajdari großen Respekt vor der Leistung des Gegners. „Ich rechne es meinen Jungs hoch an, wie sie sich in der Schlussphase nochmal aus dem kleinen Loch gezogen haben. Dass uns dann in letzter Sekunde noch der Siegtreffer gelingt, ist natürlich auch eine Portion Spielglück.“.
Aufstellung des FCM:
Oehl – Theuring, Senftleben, Diez, Czerner, Schröter, Mayer, Pompe, N.Freitag, Sprenger, Friedrich
Eingewechselt: J. Bok (68.), Idrissou (79.), Aliaj (82.), Bariagaber, Herale (beide 86.)
Tore: 1:0 Miletic (ET 36.), 2:0 Senftleben (FE, 57.), 2:1, 2:2 (FE 72., 75.) Antinac, 3:2 Theuring (90.+3)
KLB: FCM II – SG Hoechst II 10:1 / Tore: N. Mohr, Noah Grefe, Reischenbacher, Knoll (2), Wagner, Chighannou, J. Freitag (2), Noel Grefe
KLC: FCM III – CREU Höchst II 11:2 / Tore: Pllana (5), Lafebre, Kröckel, Eisner, Al Zoubi (2), Pfeiffer
