01.09.2022 - 22:09 Uhr

Kantersieg mit winzigen Schönheitsfehlern SC Eschborn II - FCM II 2:8 (0:4)

Aufstellung des FCM:
D. Reich – Bohne-Knapp, Knaier, Deus, Lafebre – Eisner, Port, Dick, Wagner – Lieb, Weber
Eingewechselt: Lotfi, Baer, Lugert
Mit einem in dieser Höhe nicht erwarteten Kantersieg beim SC Eschborn II kehrte unsere „Zweite“ nach Marxheim zurück. Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigte man eine hervorragende Leistung!
Von Beginn an übernahmen wir das Kommando und Basti Lieb verzog seine erste Torchance aus spitzem Winkel (4.). Aber bereits sechs Minuten später machte er es besser! Er erlief einen langen Schlag von Keeper David Reich und lupfte ihn aus 14 Metern über den herauslaufenden Jamal Boujouaran zum Führungstreffer (10.). Die Tormöglichkeiten blieben auf Marxheimer Seite und Marius Wagner sowie Marcel Port hätten früh auf 0:2 stellen können, scheiterten jedoch knapp (11. und 13.). Dies blieb dann erneut Lieb vorbehalten. Ein weiter Einwurf von Moses Bohne-Knapp sprang im Strafraum auf und Lieb setzte seinen zweiten Lupfer des Tages vom Fünfer-Eck geschickt über Boujouaran in die lange Ecke (0:2. 20.). Es war recht imponierend, wie unser Team in allen Mannschaftsteilen auftrat. Aus einer stabilen Defensive heraus wurden gut strukturierte Angriffe aufgebaut und in Torchancen umgemünzt. Ein frühes Anlaufen unterband die Eschborner Angriffsbemühungen oft im Keim. Stets gefährlich auf dem Eschborner rechten Flügel war jedoch Jonas Li, der unserem linken Außenverteidiger Martin Lafebre jederzeit hohe Aufmerksamkeit abforderte. Li war es auch, der den ersten Eschborner Abschluss zu verzeichnen hatte, mit seinem 12-Meter-Schuss jedoch in David Reich seinen Meister fand (30.). In diesem Zusammenhang ein großes Lob an Lafebre, der Li in unzähligen Zweikämpfen jederzeit fair beackerte und ihm mit zunehmender Spieldauer somit „den Zahn zog“ und die große Lust am Spielen nahm. Nun aber waren die Marxheimer wieder an der Reihe und in der 33. Minute setzte Jonathan Weber geschickt Basti Lieb ein, dessen Querpass Marcel Port zum 0:3 über die Linie drückte. Und fünf Minuten später durfte sich Weber selbst in die Torschützenliste eintragen, als er mit seinem ersten Abschluss am Eschborner Schlussmann scheiterte, den Nachschuss jedoch aus spitzem Winkel zum Halbzeitstand von 0:4 einnetzen konnte (38.).
Den starken ersten 45 Minuten folgte ein deutlich schwächerer Start in die zweite Halbzeit. Die oben erwähnte Spielkultur ließen wir in der Kabine und die Gastgeber kam nun besser ins Spiel, was vor allem daran lag, dass wir kaum noch Ballbesitzphasen hatten, die länger als fünf Sekunden dauerten. In der 50. Minute konnte Reich den Einschlag nach einem Heber von Klaus-Dieter Ott noch mit einer starken Parade vereiteln. In der 61. Minute gelang den Eschbornern dann jedoch ihr verdienter Treffer, als Reich nach einer Ecke unglücklich Bohne-Knapp anfaustete und die Kugel zum 1:4 ins Netz kullerte. Erst in der 65. Minute hatten wir unsere erste Torszene der zweiten Halbzeit, als sich Wagner und Lieb auf der linken Seite gut durchkombinierten. Lieb zog den Ball mit einem präzisen Außenristpass vor das Eschborner Gehäuse, aber Benjamin Dicks Direktabnahme flog über die Latte. Fast im Gegenzug kassierten wir durch Ott das 2:4 (67.) und plötzlich schien der Auswärtssieg doch nochmal in Gefahr. In der letzten Viertelstunde erinnerte sich unser Team aber offensichtlich wieder an ihre Qualitäten und mit dem 2:5 in der 73. Minute war das Spiel entschieden. „Momo“ Eisner flankte einen Freistoß in den Strafraum, Pascal Lugert warf sich engagiert und fair in den Luftkampf mit Boujouaran und Lieb konnte den abprallenden Ball aus fünf Metern entspannt einschießen. Gegen nun nachlassende Eschborner erhöhten Lugert (77., nach einer bissigen Balleroberung am Fünfmeterraum), Lieb (83., nach feiner Vorarbeit von Port) und Mehran Lotfi (89., Vorarbeit Wagner) zum Endstand von 2:8.
Bei einem solchen Sieg sollte man sich mit „Rumkritteln“ zurückhalten, denn es war über weite Strecken eine Top-Leistung der 14 eingesetzten Maxemer Jungs. Die schwächeren ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit sollten lediglich Warnung dafür sein, die Konzentration jederzeit hochzuhalten und einen im Grunde schon besiegten Gegner nicht wieder ins Match zu holen!
Tore: 0:1, 0:2 Lieb (10, 22.), 0:3 Port (33.), 0:4 Weber (38.), 1:4 Bohne-Knapp (ET, 61.), 2:4 Ott (67.), 2:5 Lieb (73.), 2:6 Lugert (77.), 2:7 Lieb (83.), 2:8 Lotfi (89.)