27.08.2022 - 06:08 Uhr

Viktoria Sindlingen I - FC Marxheim I 1:4 (1:2)

Mit diesem Auswärtssieg bei der ebenfalls noch ungeschlagenen Mannschaft aus Sindlingen konnte unser A-Liga-Team beim bisherigen „Angstgegner“ nach drei siegreichen Spielen ihr Punktekonto auf 9 Zähler ausbauen und somit die Tabellenspitze behaupten (Torverhältnis: 18:2). Die Frankfurter Vorstädter waren im Großen und Ganzen mit der Mannschaft angetreten, die gegen Ende der letzten Saison nach einem torreichen Spiel knapp mit 6:5 bezwungen werden konnte. Die Sindlinger „Torschützen vom Dienst“ Attardo und Gaim hatten damals je zweimal getroffen und ihnen galt natürlich auch diesmal wieder das Haupt-Augenmerk der Mannschaft von Trainer Marvin Friedrich. Trotz aller guten Vorsätze hieß der Torschütze des Führungstreffers der Hausherren Alessandro Attardo! Ein von Michael Meyer in Bedrängnis als Befreiungsschlag gedachter Ball wurde versehentlich zu einer Mustervorlage für den Torjäger, der nun unbedrängt FCM-Keeper Straube überwinden konnte. Die Gäste bemühten sich um den Ausgleich. Bakay scheiterte mit einem Freistoß an Torwart Aslan und Gian Giliberto verfehlte das Sindlinger Tor nur denkbar knapp. Nur wenig später musste dessen Bruder Marco wegen einer Muskelverletzung durch Markus Amann ersetzt werden. Gaim konnte eine gute Torchance nicht verwerten (vorbei). In der 29. Spielminute setzte Anastasios Atsidis zu einem sehenswerten „Slalom“ durch die Viktoria-Abwehr an und fand schließlich in Muhamet Aliaj auch einen Abnehmer, der sein Zuspiel aus 15m sicher zum 1:1 nutzte. Torwart Aslan hatte größere Schwierigkeiten mit einem Weitschuss von Benny Bakay und in der 37. Minute gelang den Marxheimern nach einem über Gian Giliberto gut vorgetragenen Spielzug das 1:2 für den FCM (Torschütze: Niki Freitag). Gegen Ende der 1. Halbzeit hatten sowohl Attardo, als auch Gaim und Sergio Monti, den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, aber der sicher agierende Noah Straube verhindert mit guten Paraden und der ihm eigenen Ruhe eine Resultatverbesserung der Gastgeber.
In die 2. Halbzeit startete der FCM mit Eassy Bariagaber für den am Oberschenkel verletzten Michael Meyer. Die Zuschauer bekamen auch in der 2. Spielhälfte ein rassiges Spiel zu sehen, dass aber höchst selten die Grenzen der Fairness überschritt. Schiedsrichter Wenzek sorgte bei allem intensiven Einsatz der Akteure für einen verhältnismäßig ruhigen Verlauf. In der 60. Spielminute kam für Aliaj der junge Jelle Bok ins Spiel, der zusätzlich noch für frischen Wind sorgte. Nun wogte die Begegnung äußerst lebhaft hin und her. Es war zu spüren, dass nun die Entscheidung in der Luft lag. Auch FCM-Coach Friedrich war klar, dass das Spiel jederzeit noch hätte kippen können, ein weiterer Gästetreffer aber eine Vorentscheidung bedeuten würde. Nach einer Stunde Spielzeit häuften sich die Torchancen auf beiden Seiten und die beiden Torhüter wurden dabei zu Hauptdarstellern. Torwart Straube musste in zwei Situationen sein ganzes Können aufbringen und sein Gegenüber glänzte ebenfalls mit tollen Paraden. Bei Boks Lattenkracher benötigte er allerdings Unterstützung und Atsidis Schuss strich am langen Pfosten vorbei. Die nächste Großchance vergab Shem Gaim. Auch Atsidis und Freitag (25m Schuss) waren dem 1:3 recht nahe. Das 3. Tor der Gäste entstand dann etwas glücklich durch einen Handelfmeter (80.), den Gian Giliberto sicher verwandelte. Der erhoffte Sieg war nun in greifbarer Nähe und wurde in der 86. Spielminute auch zur Realität. Bei einem Marxheimer Konter verschätzte sich Viktorias Abwehrmann Sebastian Pehl, so dass diesmal FCM-Torjäger Giliberto keine Mühe hatte, Torwart Mehmet Aslan zum 1:4 zu bezwingen. Die äußerst erfolgreiche „Englische Woche“ konnte anschließend gebührend gefeiert werden! Folgende Mannschaft hatte das Trainergespann Friedrich/Eisner aufbieten können: Noah Straube, Michael Meyer (Eassy Bariagaber), Maxi Musolf, Marco Giliberto (Markus Amann), Benny Bakay, Dominik Friedrich, Muhamet Aliaj (Jelle Bok), Anastasios Atsidis, Niki Freitag, Mo Boyardan und Gian Giliberto. Torwart Dominic Weiland, Marcel Port und Jonas Schmelz kamen dieses Mal nicht zum Einsatz.